Begleitetes Malen

Was Sie über das Begleitete Malen wissen sollten:

Das Begleitete Malen gehört zu einer eigenständigen Art der Kunsttherapie, Begründer sind Arno Stern und Dr.Bettina Egger – bei Interesse bitte jeweilige Internetseite auf meiner "Linkseite" anschauen.

„Wo Worte fehlen, da entsteht das Bild“. Damit meine ich, dass das Malen einen anderen Ausdruck findet, als ein Gespräch mit einem guten Freund oder einem Therapeuten. Unsere „Seele“ oder unser „Inneres Ich“ hat so viele Informationen gespeichert, deren wir uns überhaupt nicht bewusst sind. Durch das Malen lassen Sie irgendwann ihre Gedanken los und malen das, was sich Ihnen momentan zeigen möchte.

Sie malen also nicht unbedingt ein „schönes Bild“, sondern ein Seelenbild, wie ich das persönlich so nenne. Ihre inneren Bilder werden nach Außen geleitet- sichtbar auf das Papier.

Daher ist es mir persönlich sehr wichtig, Ihnen einen Raum zu geben, wo Sie sich wohlfühlen, sich den Möglichkeiten öffnen können. Ein gemaltes Bild kann Gefühle und Emotionen in Ihnen wecken und aus meiner Sicht ist es daher sinnvoll, sich alleine mit dem Maltherapeuten auszutauschen.

In Einzelsitzungen kann man sich mehr beschützt und getragen fühlen. Wenn Sie aber den Wunsch haben, mit jemandem zusammen zu malen, dann ist das auch möglich.

Sie malen hauptsächlich mit Ihren Händen, mit ungiftigen Gouache Farben (wasserlöslich) auf einer großen stehenden Leinwand, mit einem großen Papierformat 70x100 cm. Der Pinsel wird nur selten benutzt. Falls Sie diese Art des Malens noch nicht kennen, werden Sie erstaunt sein, wie nahe Sie dem Bild sind, wenn Sie es mit den Händen malen.

Sie brauchen keine künstlerischen Fähigkeiten fürs Malen, das spielt überhaupt keine Rolle. Der Mal-Prozess an sich ist wichtig, die Auseinandersetzung- nicht das fertig gemalte Bild.

Ein praktisches Beispiel:

Dieses Bild empfand der Malende als sehr aufwühlend, weil im ersten oberen Bild nur eine Höhle ohne Ausweichsmöglichkeit zu sehen war.

Dann kam die Idee des Malleiters, der vorschlug, ein zweites Blatt anzuhängen. Jetzt durfte eine Brücke aus Stein entstehen, die allen Witterungen stand hielt und bei Ebbe und Flut benutzt werden konnte. Dem Malenden fiel sozusagen ein Stein vom Herzen und der innere Druck durfte aufgelöst werden.